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Staatliche Förderprogramme

Klimaschutz lohnt sich, denn Modernisieren ist so attraktiv wie nie. Wer sein altes Haus in einen Energiesparer verwandelt oder besonders energieeffizient neu baut, erhält finanzielle Hilfen vom Staat und zinsgünstige Kredite der KfW-Bankengruppe. Lesen Sie hier, welche Förderprogramme es gibt. (Stand Mai 2020).

 

Einzelne Modernisierungsmaßnahmen

Eine wichtige Anlaufstelle für Bauherren und Sanierer ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Über das Programm „Energieeffizient Sanieren“ vergibt die Bankengruppe sowohl Zuschüsse als auch zinsgünstige Kredite für einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen, wie den Einbau neuer Fenster, eine neue Dämmung oder Lüftung. Zudem wird eine Optimierung der Heizung oder der Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz gefördert. Maximal 50.000 Euro je Wohneinheit (bei einem Zweifamilienhaus sind es dann 100.000 Euro) können über die KfW finanziert werden. Der effektive Jahreszins liegt aktuell bei 0,75%. Alternativ können private Hausbesitzer einen Investitionszuschuss für ihr Vorhaben beantragen. Er deckt 20 % der förderfähigen Kosten und kann bis zu 10.000 Euro pro Wohneinheit betragen.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Kredit-(151-152)/

(Link zum Programm Energieeffizient Sanieren 151)

 

 

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

Wer plant, sein Haus komplett zu sanieren, erhält ebenfalls Unterstützung bei der KfW. Je nachdem, welchen Energiestandard das eigene Heim nach der Modernisierung erreicht, werden fünf Förderstufen unterschieden: KfW-Effizienzhaus 115, 100, 85, 70, 55. Für denkmalgeschützte Häuser oder welche mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz gilt der zusätzlich noch der Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal. Ein KfW-Effizienzhaus 100 entspricht zum Beispiel den Vorgaben der EnEV. Ein KfW-Effizienzhaus 85 benötigt 85% der Energie des Referenzgebäudes, ein KfW-Effizienzhaus 55 sogar nur 55%. Bis zu 120.000 Euro der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus können über einen zinsgünstigen Förderkredit finanziert werden. Der KfW-Kredit beinhaltet einen Tilgungszuschuss, so dass nicht der komplette Kreditbetrag zurückgezahlt werden muss. Je nach Energiestandard werden so 20% bis zu 40%, maximal 48.000 Euro je Wohneinheit von der Rückzahlung erlassen.

Energieeffizientes Sanieren erfordert komplexes Fachwissen. Ein Experte für Energieeffizienz an Ihrer Seite stellt sicher, dass die Sanierung zum gewünschten Ergebnis führt. Bei einigen KfW-Förderprodukten ist es sogar zwingend erforderlich.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Das-KfW-Effizienzhaus/

(Link zum KfW-Effizienzhaus)

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Energetische-Sanierung/KfW-Effizienzhaus-Denkmal/

(Link zum KfW Effizienzhaus Denkmal)
 

 

Investitionsbonus anstatt Kredit

Soll das Sanierungsvorhaben ohne Fremdkapital gestemmt werden, können private Eigentümer von Wohneigentum bei der KfW statt eines Kredits auch den KfW-Investitionszuschuss 430 beantragen. Er bemisst sich an der Höhe des erreichten KfW-Effizienzhausstandards und kann bis zu 40% der förderfähigen Kosten von maximal 120.000 Euro und damit maximal 48.000 Euro je Wohneinheit betragen.

Bei Einzelmaßnahmen zahlt der Staat bis zu 20% der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 10.000 Euro pro Wohneinheit. Auch private Eigentümer, die sanierten Wohnraum kaufen wollen, können die Finanzspritze nutzen. Voraussetzung für die Förderung ist auch hier, dass ein Experte für Energieeffizienz eingebunden wird.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Zuschuss-(430)/

(Link zum Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430))

 

 

Heizungs- und Lüftungspaket

Wer seine alte Heizung durch eine effiziente Anlage ersetzt und gleichzeitig das Heizsystem optimiert, bekommt 15 % der förderfähigen Kosten von der KfW erstattet, maximal aber 7.500 Euro pro Wohneinheit. Effiziente Lüftungen fördert die Kreditanstalt ebenfalls: Wird der Einbau mit mindestens einer weiteren förderfähigen Maßnahme an der Gebäudehülle kombiniert, erhält man dieselben Konditionen wie beim Heizungspaket.

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000004311_M_430_Zuschuss.pdf (PDF)

Merkblatt zum Programm Energieeffizient Sanieren – Investitions­zuschuss (430))

 

 

Energieeffizient bauen

Für alle, die ein neues KfW-Effizienzhaus bauen oder kaufen wollen, gibt es das Förderprogramm „Energieeffizient bauen 153“. Bauherren bekommen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit mit einem effektiven Jahreszins ab 0,75%. Beim Neubau werden die Standards KfW-Effizienzhaus 40 Plus, 40 und 55 gefördert. Der Kreditbetrag wird bei der Rückzahlung um einen Tilgungszuschuss von 15% bis zu 25%, maximal 30.000 Euro reduziert.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Das-KfW-Effizienzhaus/

(Link zu Energieeffizient Bauen (153))

 

 

Gas-Hybridheizung

Kombiniert eine neue Gasheizung Solarthermie oder eine Wärmepumpe zur Nutzung erneuerbarer Energien, wird die Anlage über das Marktanreizprogramm (MAP) vom BAFA gefördert.

Der Zuschuss von 30% wird bewilligt, wenn die Gas-Hybridheizung die Fördervoraussetzungen erfüllt. So muss unter anderem die Heizlast zu mindestens 25% aus Erneuerbaren Energien gedeckt und dazu eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik eingebaut werden.

Ein Zuschuss von 20% auf eine so genannte „Renewable Ready" Gas-Brennwertheizungen kann beantragt werden, wenn zunächst nur der neue Gasbrennwertkessel inkl. hybridfähiger Steuerungs- und Regelungstechnik für den künftigen erneuerbaren Teil des Heizsystems installiert wird. Die Anlagenkomponenten für Wärme aus erneuerbarer Energie können dann innerhalb von zwei Jahren nach Inbetriebnahme in einem zweiten Schritt realisiert werden.

 

 

Solarthermie

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einsatz von regenerativen Energien für die Wärmeversorgung. Bezuschusst wird zum Bespiel Solarthermie mit 30% der förderfähigen Kosten. Gefördert werden Kollektoren zur Warmwasserbereitung und Kollektoren zur Heizungsunterstützung, die Erstinstallation von Kollektoren als auch deren Erweiterung.
 

 

BHKW

Die staatlichen Förderungen für Mini- und Mikro-BHKW ist deutlich gestiegen. Wer sich eine Anlage mit maximal 1 kW elektrischer Leistung in den Heizungskeller stellt, erhält 1.900 Euro von der BAFA. Für große Anlagen mit bis zu 10 kW bekommen Antragsteller sogar bis zu 3.400 Euro. Ist die innovative Heizung besonders effizient, wird sogar eine Bonusförderung ausgeschüttet.

Für die Mini-BHKW, die mit einem Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizsystem angeschlossen sind, gibt es den Wärmeeffizienz-Bonus. Hausbesitzer erhalten in diesem Fall noch einmal 25% der Basisförderung extra. Bei einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad vergibt das Bundesamt den Bonus "Stromeffizienz". Er liegt bei 60% der Basisförderung.

https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Kraft_Waerme_Kopplung/Mini_KWK/mini_kwk_node.html

 

 

Wärmepumpen

Zu den förderfähigen Anlagen zählt das BAFA sowohl bei der Modernisierung als auch im Neubau Wärmepumpen. Der Zuschuss von 35% unterliegt jedoch bestimmten Anforderungen. Je nach Wärmepumpentyp schreibt das Bundesamt zum Beispiel bestimmte Mindestwerte für die Jahresarbeitszahl vor, also das Verhältnis zwischen der abgegebenen Wärmeleistung und der aufgenommenen Energie im Laufe eines Jahres. Wird die Wärmepumpe im Zuge der Heizungsmodernisierung als Ersatz für eine alte Öl-Heizung eingebaut, kann sich die Förderung um die Öl-Austauschprämie auf 45% erhöhen.

https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Waermepumpen/waermepumpen_node.html

 

 

Nachträgliche Optimierung des Heizungssystems 

Die Heizungsoptimierung einer bestehenden Anlage sorgt für einen geringeren Energieverbrauch und für mehr Wohnkomfort.

Der Ersatz von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie der hydraulische Abgleich am Heizsystem wird mit 30% der Nettoinvestitionskosten über die Bundesförderung für effiziente Gebäude-Heizungsoptimierung vom BAFA bezuschusst.

 

Umfangreiche Optimierungsmaßnahmen ohne Kesseltausch, beispielsweise neue Heizkörper oder der Einbau einer Fußbodenheizung im eigenen Wohnhaus werden über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ gefördert. Private Eigenheimbesitzer können einen Zuschuss von 20% beantragen, alternativ kann die Optimierung über einen KfW-Förderkredit finanziert werden.

https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Nachtraegliche_Optimierung/nachtraegliche_optimierung_node.html
 

 

Weitere Informationen und Links

Einen umfassenden Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union gibt die Datenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unter www.foerderdatenbank.de.

Mit unserem Förderrechner finden Sie die Förderprogramme, die zu Ihrem Vorhaben passen.

 

Anhand weniger Daten zu Haus und Standort sowie Auswahl der geplanten Maßnahmen, werden die aktuell zutreffenden Fördermöglichkeiten selektiert.

Innerhalb kürzester Zeit erhalten Sie eine Auflistung möglicher Förderungen, detaillierte Förderinformationen können direkt eigesehen und als PDF gespeichert werden.

 

In Deutschland gibt es über 6.000 Förderungen zum Bauen, Modernisieren und dem Einsatz Erneuerbarer Energien – über 2.600 davon sind Heizungsförderungen. Neben staatlichen Förderprogrammen stellen Bundesländer, Landkreise, Städte und Gemeinden regional zumeist lohnende Zuschussförderungen in Aussicht.

 

 

Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

 

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