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Staatliche Förderprogramme

Klimaschutz lohnt sich, denn Modernisieren ist so attraktiv wie nie. Wer sein altes Haus in einen Energiesparer verwandelt oder besonders energieeffizient neu baut, erhält finanzielle Hilfen vom Staat und zinsgünstige Kredite der KfW-Bankengruppe. Lesen Sie hier, welche Förderprogramme es gibt. (Stand Dezember 2019). 

 

Einzelne Modernisierungsmaßnahmen

Eine wichtige Anlaufstelle für Bauherren und Sanierer ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Über das Programm „Energieeffizient Sanieren“ vergibt die Bankengruppe sowohl Zuschüsse als auch zinsgünstige Kredite für einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen, wie den Einbau neuer Fenster, eine neue Dämmung, Heizung oder Lüftung. Maximal 50.000 Euro können über die KfW finanziert werden. Der effektive Jahreszins liegt aktuell bei 0,75 Prozent. Alternativ können Hausbesitzer einen Investitionszuschuss für ihr Vorhaben beantragen. Er deckt 10 Prozent der förderfähigen Kosten und kann bis zu 5.000 Euro pro Wohneinheit betragen. 

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Kredit-(151-152)/

(Link zum Programm Energieeffizient Sanieren 151)

 

 

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

Wer plant, sein Haus komplett zu sanieren, erhält ebenfalls Unterstützung bei der KfW. Je nachdem, welchen Energiestandard das eigene Heim nach der Modernisierung erreicht, werden fünf Förderstufen unterschieden: KfW-Effizienzhaus 115, 100, 85, 70, 55. Für denkmalgeschützte Häuser oder welche mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz gilt der zusätzlich noch der Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal. Ein KfW-Effizienzhaus 100 entspricht zum Beispiel den Vorgaben der EnEV. Ein KfW-Effizienzhaus 85 benötigt 85 % der Energie des Referenzgebäudes, ein KfW-Effizienzhaus 55 sogar nur 55 %.

Energieeffizientes Sanieren erfordert komplexes Fachwissen. Ein Experte für Energieeffizienz an Ihrer Seite stellt sicher, dass die Sanierung zum gewünschten Ergebnis führt. Bei einigen KfW-Förderprodukten ist es sogar zwingend erforderlich.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Das-KfW-Effizienzhaus/

(Link zum KfW-Effizienzhaus)

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Energetische-Sanierung/KfW-Effizienzhaus-Denkmal/

(Link zum KfW Effizienzhaus Denkmal)
 

 

Investitionsbonus anstatt Kredit

Soll das Sanierungsvorhaben ohne Fremdkapital gestemmt werden, kann man bei der KfW statt eines Kredits auch den KfW-Investitionszuschuss 430 beantragen. Er bemisst sich an der Höhe des erreichten KfW-Effizienzhausstandards und kann bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit betragen. Bei Einzelmaßnahmen zahlt der Staat bis zu 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 5.000 Euro pro Wohneinheit. Auch private Eigentümer, die sanierten Wohnraum kaufen wollen, können die Finanzspritze nutzen. Voraussetzung für die Förderung ist auch hier, dass ein Experte für Energieeffizienz eingebunden wird.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Zuschuss-(430)/ 

(Link zum Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430))

 

 

Heizungs- und Lüftungspaket

Wer seine alte Heizung durch eine effiziente Anlage ersetzt und gleichzeitig das Heizsystem optimiert, bekommt 15 Prozent der förderfähigen Kosten von der KfW erstattet, maximal aber 7.500 Euro pro Wohneinheit. Effiziente Lüftungen fördert die Kreditanstalt ebenfalls: Wird der Einbau mit mindestens einer weiteren förderfähigen Maßnahme an der Gebäudehülle kombiniert, erhält man dieselben Konditionen wie beim Heizungspaket.

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000004311_M_430_Zuschuss.pdf (PDF)

Merkblatt zum Programm Energieeffizient Sanieren – Investitions­zuschuss (430))

 

 

Energieeffizient bauen

Für alle, die ein neues KfW-Effizienzhaus bauen oder kaufen wollen, gibt es das Förderprogramm „Energieeffizient bauen 153“. Bauherren bekommen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bis zu 100.000 Euro mit einem effektiven Jahreszins ab 0,75 Prozent. Beim Neubau werden die Standards KfW-Effizienzhaus 40 Plus, 40 und 55 gefördert.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Neubau/Das-KfW-Effizienzhaus/ 

(Link zu Energieeffizient Bauen (153))

 

 

Solarthermie

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Einsatz von regenerativen Energien für die Wärmeversorgung. Bezuschusst wird zum Bespiel Solarthermie – sowohl die Erstinstallation von Kollektoren als auch deren Erweiterung.

 

Dienen die Panels ausschließlich der Warmwasserbereitung, können Bauherren mit bis zu 50 Euro je angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche rechnen, 500 Euro werden mindestens gewährt. Eine Förderung von mindestens 2.000 Euro gibt es, wenn die Anlage für die solare Kühlung eingesetzt wird, die Raumheizung unterstützt oder die Wärme überwiegend einem Wärmenetz zugeführt wird. Pro angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche zahlt das BAFA dann 140 Euro, doch nur bis zu einer Fläche von insgesamt 40 m².

 

Entscheiden sich Hausbesitzer für sog. Vakuumröhren, müssen mindestens 7 m² Fläche installiert werden und 50 Liter je Quadratmeter Wärmespeichervolumen vorhanden sein. Bei Flachkollektoren sind es mindestens 9 m² bzw. 40 Liter/m². Bei der Erweiterung bestehender Anlagen um mindestens 4 bis maximal 40 m² gibt es 50 Euro je angefangenem Quadratmeter.
 

 

BHKW

Die staatlichen Förderungen für Mini- und Mikro-BHKW ist zum 1. Januar 2015 deutlich gestiegen. Wer sich eine Anlage mit maximal 1 kW elektrischer Leistung in den Heizungskeller stellt, erhält nun 1.900 Euro von der BAFA. Für große Anlagen mit bis zu 10 kW bekommen Antragsteller sogar bis zu 3.400 Euro. Ist die innovative Heizung besonders effizient, wird seit diesem Jahr eine Bonusförderung ausgeschüttet.

Für die Mini-BHKW, die mit einem Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizsystem angeschlossen sind, gibt es den Wärmeeffizienz-Bonus. Hausbesitzer erhalten in diesem Fall noch einmal 25 Prozent der Basisförderung extra. Bei einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad vergibt das Bundesamt den Bonus "Stromeffizienz". Er liegt bei 60 Prozent der Basisförderung.

https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Kraft_Waerme_Kopplung/Mini_KWK/mini_kwk_node.html

 

 

Wärmepumpen

Zu den förderfähigen Anlagen zählt das BAFA auch Wärmepumpen bis 100 Kilowatt Nennwärmeleistung. Der Zuschuss unterliegt jedoch strengen Anforderungen. Je nach Wärmepumpentyp schreibt das Bundesamt zum Beispiel bestimmte Mindestwerte für die Jahresarbeitszahl vor, also das Verhältnis zwischen der abgegebenen Wärmeleistung und der aufgenommenen Energie im Laufe eines Jahres. Anlagen im Neubau werden im Rahmen der Innovationsförderung bezuschusst.

https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Waermepumpen/waermepumpen_node.html

 

 

Nachträgliche Optimierung des Heizungssystems 

Einen einmaligen Zuschuss können Sie beantragen, sofern Sie Ihre bereits geförderte Heizung optimieren oder einen Wärmepumpencheck durchführen. Gefördert werden Maßnahmen zur Optimierung der Anlage in Bestandsgebäuden, d. h. eine Förderung kann für die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem gewährt werden. Maßnahmenbeispiele: Optimierung der Heizkurve, Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, der Einsatz von Einzelraumreglern. Für Maßnahmen zur Optimierung der Anlage kann einmalig ein Investitionszuschuss von pauschal 200 Euro, höchstens jedoch in Höhe der förderfähigen Investitionskosten, gewährt werden. Förderbeträge unter einem Betrag von 100 Euro werden nicht gezahlt.

https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Nachtraegliche_Optimierung/nachtraegliche_optimierung_node.html
 

 

Weitere Informationen und Links

Einen umfassenden Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union gibt die Datenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unter www.foerderdatenbank.de. Wer noch mehr zu den einzelnen Programmen wissen möchte, erhält unter www.bafa.de, www.kfw.de und www.energiefoerderung.info detaillierte Informationen.

 

 

Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

 

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