EVA Solar
Wer ein eigenes Solar-Kraftwerk auf seinem Dach installieren lässt, gewinnt nicht nur umweltschonenden Sonnenstrom und reduziert damit die CO2-Belastung. Er verdient noch dazu bares Geld, denn der Verkauf des Stroms wird vom Staat durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert.
Gesetzlich geregelte Vergütung
Das EEG garantiert privaten Solar-Kraftwerksbetreibern eine auf 20 Jahre festgeschriebene Einspeisevergütung vom örtlichen Energieversorger. Der Vorteil: Die Vergütung ist höher als das, was der Strom aus der Steckdose kostet. Für Besitzer von Photovoltaik-Anlagen lohnt es sich deshalb, ihre Ernte ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen.
Solarstrom erzeugen lohnt sich
Bisher zögerten jedoch manche Interessenten wegen der Investitionskosten. Doch ein Großteil der Investitions- und Nebenkosten kann indirekt durch die Einspeisevergütung gedeckt werden. Und sobald sich die Anlage vollständig amortisiert hat, können Sie die Vergütung in die eigene Tasche stecken. Für alle, die profitieren wollen, heißt es schnell sein, denn die im EEG festgeschriebene Vergütung sinkt von Jahr zu Jahr um wenige Prozente. Derzeit erhält der private Stromerzeuger 28,74 Cent pro Kilowattstunde für eine Anlage unter 30 kW (Stand: 1. Januar 2011).
Übrigens: Auch selbst verbrauchter Sonnenstrom wird über das EEG vergütet. Sofern dieser Verbrauch genau nachgewiesen werden kann, erhält jeder Besitzer einer Photovoltaik-Anlage unter 30 kW bereits ab 30 Prozent Eigennutzung 12,36 Cent pro Kilowattstunde. Weil gleichzeitig kein Strom gekauft werden muss, ist auch dieser Weg finanziell attraktiv.
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Gelungene Gemeinschaftsaktion 2010
Dass auch Alzenau auf Sonnenstrom setzt, bewies die Gemeinschaftsaktion „EVA Solar“, die 2010 von der EVA organisiert und erfolgreich umsetzt wurde. Das Prinzip war denkbar einfach und stieß bei vielen Hauseigentümer in Alzenau auf großes Interesse: Sie hatten und nutzten die Gelegenheit, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihrer Immobile installieren zu lassen, ohne dafür einen Cent in die Hand nehmen zu müssen. Möglich war dies vor allem durch die staatlich garantierte Einspeisevergütung für regenerativ erzeugten Strom. Sie ermöglichte, Zinsen und Tilgung der Anlage über den Finanzierungszeitraum zu decken. Die Planung, Installation und Finanzierung der Kollektoren übernahmen Firmen aus Alzenau, wie beispielsweise Elektrobau Noll, Treffert GmbH, Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau und VR-Bank eG.